Mythen um und in Tibet

Wem nützt die Kampagne gegen die Olympischen Spiele in Peking?

  • Von Dorit Lehrack
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Oktober 2007 in Dharamsala, Sitz der tibetischen Exilregierung in Nordindien: Auf dem kleinen Markt des Ortsteils McLeod Ganj – hier residiert auch der Dalai Lama – sammeln Vertreter des Tibetischen Jugendkongresses Unterschriften und Geld für ein freies Tibet und für den Boykott der Olympischen Spiele in Peking. Über dem Markt wehen Banner mit Handschellen, angeordnet wie die Olympischen Ringe. T-Shirts mit gleichem Aufdruck stapeln sich, das Handschellenmotiv prangt auf Postern und Postkarten. Der Umsatz an solchen Marketing-Artikeln gegen Olympia ist mäßig.

Vorbereitungen gehen ins siebente Jahr
In der Hochburg der Exiltibeter sind jedoch alle von der Richtigkeit der Kampagne überzeugt, ganz besonders die zahlreichen Ausländer, die sich Wochen, manche aber auch Jahre in Dharamsala aufhalten – mit der einzigen Vision, zur Befreiung Tibets von der chinesischen Vorherrschaft beizutragen. Wer dieses Ideal nicht teilt, ...

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