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Jörg Meyer wünscht der Bahn Einsicht

Der Zug der Erinnerung setzt seinen Weg fort. Das Gedenken muss im Vordergrund stehen. Das Erinnern an die Opfer der Nazis darf nicht länger überlagert werden vom andauernden peinlichen Mauern und Verweigern der Deutschen Bahn AG. Aber trotzdem darf der Protest gegen die Geschichtsverweigerer nicht verstummen. Wahrscheinlich ist das der einzige Weg, wie man die Herren der Schiene, wenn schon nicht überzeugen, dann doch mit anhaltendem Druck zwingen kann, zumindest die Trassen- und Haltegebühren per Spende an die Initiative zurückzugeben.

Des Berliners großes Interesse zeigt, dass die Debatte um Geschichte und Verantwortung nach wie vor aktuell ist. Nun muss diese Einsicht endlich auch bei der Bahn ankommen. Unvergessen ist auch die Haltung ihrer Oberen zur Ausstellung »Sonderzüge in den Tod«, die erst nach langem Hickhack und einem Machtwort des Bundesverkehrsministers wenigstens im Untergeschoss des Potsdamer Platzes gezeigt wurde.

Seltsam. Hat doch Mehdorn sattsam bewiesen, dass er sich für die Geschichte interessiert. Warum sonst sollte er seit Jahren so großes Interesse am Tempelhofer Flughafen, in dessen Ecken historischer Staub sich sammelt, bekunden? Geschichte ist eben nicht gleich Geschichte – es gibt das Hässliche und Böse, das man am liebsten verdrängt. Aber das geht nicht ewig. Das hat der Zug der Erinnerung gezeigt.

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