Harald Lachmann, Hannover 03.05.2008 /
Reportage - Hannover

Heroin auf Krankenschein

Die medizinisch kontrollierte Abgabe von Heroin hilft Abhängigen, den Teufelskreis aus Beschaffungskriminalität und Drogenmissbrauch zu durchbrechen. Das zeigt ein Projekt in Hannover. Doch bald fehlt vielleicht das Geld, um den Betroffenen weiter zu helf

Drogenkonsum unter staatlicher Aufsicht: In Hannover versuchen Alfred Lessing (links) und Torsten Passie (rechts) Schwerstabhängigen zu helfen.

Der Mann auf dem Fahrrad hat die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Es ist regnerisch in Hannovers Nordstadt. Jetzt biegt er in eine Toreinfahrt ein. Er stellt das Rad ab, läutet an einem Bürohaus, dessen Tür sich von außen nicht öffnen lässt. Auch das Klingelschild ist unbeschriftet. Doch er kennt sich aus, er ist täglich hier. Von oben wird ihm geöffnet. Er läuft zwei Treppen hinauf, betritt einen Raum mit der Aufschrift »Area-Manager«. Eine kurze Begrüßung mit der Dame im weißen Kittel, die hinter einem Schreibtisch steht. Dann greift er routiniert das ihm gereichte Alkoholmessgerät. Er pustet kurz – alles okay: Null Promille.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: