Künstlerblock bleibt rot!

Helle Panke führt zu historischem Wohnort

  • Von Ingrid Pietrzynski
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Max Schroeder und Alfred Kantorowicz gingen im Morgenmantel Brötchen kaufen. Ernst Busch probte seine Lieder bei geöffnetem Fenster. Steffie Spira, Günter Ruschin, Arthur Koestler und andere machten sich von hier aus auf zu Agitpropeinsätzen, oft ins nahe bürgerliche Steglitz. Die Rote Fahne kritisierte »kleinbürgerliches Wohnen« am Laubenheimer Platz.

Die Reformsiedlung Künstlerkolonie war in den Jahren 1927 bis 1929 in der Nähe des Breitenbachplatzes in Wilmersdorf errichtet worden. Finanziert von der Berufsgenossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger und dem Schutzverband Deutscher Schriftsteller, gefördert durch städtische Subventionen. Es entstanden drei große Wohnblocks mit lichten, großzügigen Innenhöfen, gruppiert um den Laubenheimer Platz – heute Ludwig-Barnay-Platz. In die über 800 Eineinhalb- bis Dreiraumwohnungen zogen viele junge Schauspieler und Publizisten, überwiegend politisch links eingestellt...


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