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»... irgendwie sehr, sehr antisemitisch«

In Teilen der LINKEN führt sich der antideutsche Neoliberalismus als Axt im Walde auf

  • Von Susann Witt-Stahl
  • Lesedauer: ca. 8.5 Min.

Ein Gespenst geht um in der Linkspartei. Das bürgerliche Lager in Deutschland kann aber aufatmen – diesmal ist es sicher nicht der Kommunismus. Für große Aufregung sorgt das Gespenst trotzdem: Seit der Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom der Linksjugend [solid] mit eigenen Verlautbarungen an die Öffentlichkeit tritt, läuft die Medienmaschine heiß. Kein Wunder: Wer auf die Suggestivfrage der Zeitschrift konkret »Ist die Mehrheit der LINKEN antizionistisch oder gar antisemitisch?« wie aus der Pistole geschossen die Namen profilierter Friedenspolitiker – Norman Paech und Wolfgang Gehrcke – nennt und die Sahnehäubchen-Antwort »Nicht alle von ihnen sind Antisemiten, aber sie machen viel antizionistisches Trara« oben drauf packt, kann sich sicher sein: Er wird einmal komplett in der von stern und Spiegel angeführten Medien-Stafette durchgereicht. Die taz frohlockt bereits: »Israel spaltet die Linke«.

Der BAK Shalom wurde im Mai...


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