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Eine andere Welt ist pflanzbar

Interkulturelle Gemeinschaftsgärten als Labor für eine neue Gesellschaft

  • Von Klaus Schaake
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Stadtgärten verbinden sich hierzulande meist noch mit dem Namen des Arztes Daniel Gottlob Moritz Schreber. Doch längst gibt es weltweit eine Bewegung, die über Kleingärtnervereine hinausgeht und die Gärten als eine Komponente selbstbestimmter nachhaltiger Stadtentwicklung begreift.

»Was machen Sie, wenn die Ratten aus den benachbarten Schutthalden in den Schulen Ihrer Kinder ein- und ausgehen?« fragt Juan Antonio Vazquez vom Comité Pro Parque Miraflores, als er um eine Antwort gebeten wird, wie man Stadtteilbewohner für ein soziales Beteiligungsprojekt mobilisiert. Ab Anfang der achtziger Jahre eroberten sich Bürger im Norden Sevillas einen öffentlichen Park mit Nutzgartenparzellen, Gemeinschaftsflächen, Schulgärten, gemeinsamen Gewächshäusern und Werkstätten. Eine Reaktion auf den Mangel an soziale Infrastrukturen in einem Gebiet, das mit dem typischen, in Ost wie West praktizierten, Massenwohnungsbau der sechziger und siebziger Jahre überzogen wurde.

Mit »Community Gardens« in New York, »Urban Farming« in Detroit, »Gartenkultur und soziale Diversität« in Toronto, »Gärtnern am Fluss« in Addis Abeba, »O...


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