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Die Furchtlose

Cynthia McKinney ist Präsidentschaftskandidatin der USA-Grünen

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Seit dieser Woche haben die USA-Grünen eine eigene Präsidentschaftskandidatin: die ehemalige demokratische Kongressabgeordnete Cynthia McKinney. Mit der Aufstellung der 53-Jährigen aus Georgia verfügt die Grüne Partei wieder über eine national bekannte Persönlichkeit, die der Entwicklung zur relevanten Drittpartei neben Demokraten und Republikanern neuen Aufschwung geben könnte.

McKinney war erstmals 1992 als erste schwarze Frau in einem Vorort von Atlanta ins Repräsentantenhaus gewählt worden. Ihre regierungskritische, kompromisslose Haltung nach »9/11«, als sie die Freigabe aller Akten forderte und die Bush-Regierung der Mitwisserschaft an den Terroranschlägen vom September 2001 bezichtigte, kosteten sie die Sympathien selbst ihrer eigenen Kollegen bei den Demokraten. Bei den ein Jahr später folgenden Wahlen verlor sie deshalb die parteiinternen Vorwahlen gegen Denise Majette. Doch da diese 2004 für den Senat kandidierte, konnte McKinney ihren Sitz im Repräsentantenhaus zurückerobern.

Zwei Jahre später musste die Frau, die ihren Freunden als furchtlos und kämpferisch und ihren Gegnern als Verschwörungstheroretikerin mit losem Mundwerk gilt, erneut eine Niederlage bei Vorwahlen einstecken. Sie hatte zuvor wegen eines Handgemenges mit einem Polizisten in der USA-Bundeshauptstadt für Negativschlagzeilen gesorgt und galt bei der Führung der Demokraten als schwarzes Schaf. Außerdem waren die Wahlbezirksgrenzen zu ihren Ungunsten festgelegt worden. Kurz darauf, im März 2007, wechselte Cynthia McKinney zu den Grünen. Sie sah bei den Demokraten keine Karrieremöglichkeiten mehr, zudem deckten sich ihre politischen Positionen mit der Partei.

Dass McKinney im November auf die von ihr angestrebten fünf Prozent kommt, gilt als unrealistisch. Umfragen geben allen Drittparteien zusammen, darunter dem als Unabhängigen kandidierenden früheren Grünen-Kandidaten Ralph Nader, gerade ein Hundertstel der Stimmen. Doch McKinney gibt sich unbeirrt. Einer Zeitschrift beschrieb sie eine ihrer ersten Amtshandlungen als Präsidentin: Sie würde dem Generalstab konkrete Anweisungen für einen sofortigen Truppenrückzug aus Afghanistan und Irak geben.

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