Jürgen Elsässer 02.08.2008 /
Thema: Iran-Konflikt

Teheran im Kriegsvisier

Ein Angriff gegen Iran noch in der Amtszeit von US-Präsident Bush wird wahrscheinlicher

Der Countdown läuft. Man fühlt sich an die Wochen und Monate vor dem 20. März 2003 erinnert, als die USA mit einer »Koalition der Willigen« Irak angriffen. Dieses Mal geht es gegen Iran. Wieder heißt es, ein nahöstlicher Diktator, ein Wiedergänger Adolf Hitlers, greife nach Massenvernichtungswaffen. Wieder heißt es, Israel sei tödlich bedroht, ein zweiter Holocaust werde vorbereitet. Wieder heißt es, alle Verhandlungen scheiterten an der Starrsinnigkeit der Gegenseite, und allein eine Ultima Ratio könne noch Abhilfe schaffen: der Krieg.

Immer wieder gab es in den letzten Jahren Kriegsdrohungen gegen Iran aus Washington und Jerusalem, und immer wieder ging diese Phase hitziger Rhetorik auch wieder vorbei. Was diesen Sommer von früheren unterscheidet, ist die Besorgnis auch bei Politikern, die sich nicht durch Alarmismus einen Namen gemacht haben. So sagte etwa Joschka Fischer am 30. Mai 2008: »So wie die Dinge aussehen, dürfte Israel Iran bald angreifen.« Und weiter: »Der Mittlere Osten treibt 2008 auf eine neue große Konfrontation zu.«

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