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Tritt vors Schienbein

Jürgen Amendt meint, dass Zöllner endlich die Katze aus dem Sack gelassen hat

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Das hat gesessen! SPD-Senator Zöllner hat den Koalitionspartner mit seinem Vorstoß zur Schulstruktur düpiert. Er hat aber auch endlich die Katze aus dem Sack gelassen. Nicht das von der Linkspartei favorisierte und unter ihrer Federführung vorangetriebene Gemeinschaftsschulmodell soll künftig in Berlin zur Regelschule werden, sondern ein zweigliedriges System. Es wäre auch naiv gewesen, etwas anderes von Zöllner zu erwarten. Er und auch der Regierende Bürgermeister Wowereit haben schon früher betont, dass es ihnen wichtig sei, die heilige Kuh des deutschen Bildungsbürgertums, das Gymnasium, nicht anzutasten. Wer das will, kann nicht allen Ernstes für eine Schule sein, in der alle Kinder von der ersten bis zur zehnten Klasse gemeinsam lernen.

Dass Zöllner seinen Vorstoß ausgerechnet auf Beginn des neuen Schuljahres und damit den Start des Pilotprojektes Gemeinschaftsschule gelegt hat, muss die Linkspartei besonders schmerzen. Die elf kürzlich entstandenen Gemeinschaftsschulen sollten ja nur der erste Schritt zu einer grundlegenden Abkehr vom gegliederten Schulsystem sein. Zöllner und die SPD haben jetzt dem kleineren Koalitionspartner gezeigt, wer in der Stadt das Sagen in der Bildungspolitik hat, nämlich die Partei, die vor zwei Jahren bei den Koalitionsverhandlungen das zuständige Ressort erhielt.

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