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Fabrik ohne Mauern

In Hildesheim leisten Arbeitslose »doppelte« Entwicklungshilfe – für sich selbst und die Dritte Welt

  • Von Jürgen Meier
  • Lesedauer: ca. 7.5 Min.

Arbeitslosigkeit zerstört das Selbstbewusstsein«, sagt Thomas Brien, als er mich vor der Fabrik empfängt. Der 58-Jährige ist Geschäftsführer des Hildesheimer Vereins »Arbeit und Dritte Welt«, der hier mit 82 arbeitslosen Frauen und Männern eine »Fabrik ohne Mauern« schaffen will – natürlich im übertragenen Sinne. Der Begriff »Fabrik ohne Mauern« geht auf den englischen Ökonomen Alfred Marshall (1842-1924) zurück, der ihn für die vielen kleinen, eng beieinanderliegenden und von jedem einsehbaren Fabriken im damligen Manchester prägte. Dies hier sei natürlich keine Industriefabrik, sondern eher eine Werkstatt, fügt Brien bescheiden hinzu. Er selbst hat viele Jahre als Arbeiter in verschiedenen Betrieben gearbeitet, bevor er schließlich in Hamburg Sozialwirtschaft studierte. »Leider sind die Frauen bei uns in der Unterzahl, aber das wird sich noch ändern«, schmunzelt er. Aus einem üppigen Blumenbeet, das fast bis zur Einfahrt des Fa...


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