Ronald Friedmann 17.09.2008 /

Es war ein Justizmord!

Endlich freigegebene Akten im Fall Ethel und Julius Rosenberg bestätigen richterliche Willkür – und einen Verrat

Die US-Regierung hat überraschend die richterliche Anordnung nach Freigabe der Akten im Falle Ethel und Julius Rosenberg akzeptiert und am vergangenen Donnerstag die Dokumente veröffentlicht. Nunmehr kann eine jahrzehntelange Vermutung auch exakt bewiesen werden.

Der letzte Kuss – Ethel und Julius Rosenberg

Anfang dieses Jahres, am 31. Januar, hatten das nichtstaatliche National Security Archive, verschiedene US-amerikanische Historikerorganisationen und Journalisten der »New York Times« vor einem Bundesgericht Klage eingereicht, um die Herausgabe der seit fast 60 Jahren geheimen Vernehmungsprotokolle aller 46 Zeugen zu erreichen, die zwischen August 1950 und März 1951 vor einer Grand Jury in New York im Verfahren gegen Ethel und Julius Rosenberg aussagten. Aufgabe dieser Grand Jury, zu deren Verhandlungen nach damaliger Gesetzeslage weder die Angeklagten noch ihre Verteidiger zugelassen waren, war die Entscheidung darüber, ob die Staatsanwaltschaft ausreichende Beweise für eine Anklageerhebung hatte und ob überhaupt Anklage erhoben werden sollte.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: