Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Vom Pathos nicht viel geblieben

  • Von Thomas Krüger
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

»Das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce«, so der Hegel-Kommentar von Marx zum Verlauf der Weltgeschichte im »18. Brumaire«. Über die Tragödie in unserem Zusammenhang müssen wir nicht reden: Die DDR hat sich 1990 aus der Geschichte abgemeldet. Vom Pathos eines gerechteren Deutschland ist nicht viel mehr übrig geblieben als die Erinnerung an Mauertote, Stasi, Wahlfälschung und Wirtschaftskollaps. Mit dem Gestus, dieses Mal die Geschichte gründlicher aufzuarbeiten, haben Forschung und Journalismus Ernst gemacht. Kaum ein zeitgeschichtlicher Topos ist so gut aufgearbeitet, ja geradezu »überforscht« wie die DDR.

Reden wir also von der Farce, den verschiedenen Typen von DDR-Verklärung. Ihnen ist gemeinsam, lieb gewonnene Ideologien zu reproduzieren, zu verteidigen oder zu verharmlosen. Die ewig-gestrigen Funktionäre versuchen der Öffentlichkeit und sich selbst ein X für ein U vorzumachen: War ja doch nicht so schlimm, wie der »K...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.