Peter Linke 15.10.2008 /
Brennpunkt Iran

Moskaus Iran-Politik am Scheideweg

Teil 5 der ND-SERIE: Die russische Komponente

Die Sprache des Westens – besonders die der USA – gegenüber Iran wird täglich aggressiver. Trotz weiterlaufender Verhandlungen droht bereits zum dritten Mal in diesem Jahrtausend nach Afghanistan (seit Ende 2001) und Irak (seit März 2003) ein Krieg gegen ein Land des Mittleren Ostens. ND-Autoren beleuchten verschiedene Aspekte der Krise.

Die jüngsten Ereignisse im Kaukasus haben zweierlei deutlich gemacht. Erstens gibt es keinen Westen mehr. Was es gibt, sind die USA, deren wahnwitzige Idee eines »Greater Middle East« zunehmend ins Schwanken gerät. Und ein Europa, das sich vorsichtig aber bestimmt gegen die regionale Kriegspolitik Washingtons zu stemmen beginnt und mehr oder weniger konsequent nach sicherheitspolitischen Alternativen auch und vor allem im ehemaligen sowjetischen Süden fahndet. Zweitens: Das System von Jalta ist endgültig tot. Mit der Anerkennung Südossetiens und Abchasiens verabschiedet sich Russland als viertes ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates aus der nach dem Zweiten Weltkrieg vereinbarten internationalen Ordnung. Oder wie es der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma, Konstantin Kossatschow, formulierte: Als letzter Mohikaner verlässt nun auch Russland das sinkende Schiff des geltenden Völkerrechts ...

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