Unterricht in einer Seifenblase

Die Journalistin Susanne Fischer hat fünf Jahre in Suleimania – im Norden Iraks – Journalisten ausgebildet

  • Von Elke Bitterhof
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Nach dem Studium arbeitet Susanne Fischer zwölf Jahre in Deutschland als Journalistin, zuletzt als Politikredakteurin bei der Frauenzeitschrift »Brigitte«. 2003 entschließt sie sich, nach Irak zu gehen, und berichtet aus Bagdad für die deutsche Presse, unter anderem für »Die Zeit« und »Stern«. Nach einem Jahr – das Risiko für eine Ausländerin, entführt zu werden, ist immer bedrohlicher geworden – geht sie nach Suleimania in Nordirak. Hier arbeitet sie für das britische »Institute for War and Peace Reporting«, eine regierungsunabhängige Hilfsorganisation. Sie unterrichtet in einer Schule, in der junge Iraker, Männer und Frauen aus allen Teilen des Landes, eine journalistische Ausbildung bekommen. Susanne Fischer ist auch Buchautorin, zuletzt erschien »Meine Frauen-WG im Irak oder Die Villa am Rande des Wahnsinns«.

Schuhe ausziehen, Eiskaffee, es war eine anstrengende Reise. Eben ist sie angekommen. Die junge blonde Frau war lange nicht mehr in Berlin.

Susanne Fischer hat gefährliche Zeiten hinter sich. Als sie vor fünf Jahren nach Irak fuhr, hatte sie mit einem kalkulierbaren Abenteuer gerechnet. Jetzt sah sie Panzer, und Soldaten mit Waffen standen vor ihr. Solche Situationen kannte sie nur aus dem Fernsehen. Sie wundert sich, dass die Stadt so grün ist – das kommt von dem Gesetz, dass in jedem Garten eine Palme stehen muss. Die Zivilbevölkerung ist freundlich, sie kann erste Kontakt aufbauen.

Schrittweise das Land erkundet

»Ich glaube, ich habe als Deutsche davon profitiert, dass mein Land an der Kriegskoalition nicht beteiligt war. Ich war da wohl eine neutrale Besucherin und konnte mir das Land schrittweise erobern.« Sie ist viel mit ihrem alten Auto unterwegs, einem VW Passat mit Düsseldorfer Kennzeichen. Sie fällt damit überhaupt nic...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 1087 Wörter (6800 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.

nd-Kiosk-Finder