Wildwechsel: Bei Tempo 50 wirkt der Schwarzkittel wie ein Nashorn

Straßenverkehr

u Auch wenn auf Landstraßen 80 km/h gestattet sind – in waldreichen Gegenden ist es sinnvoll, langsamer zu fahren. Laut Verkehrsexperten gilt das generell und besonders im Herbst und Frühjahr. Brünftige Tiere verlieren jede Scheu vor Straßenlärm. Vor allem in den Dämmerstunden ist die Gefahr besonders groß, dass Waldbewohner plötzlich auf die Straße laufen.

Die Zahl der Zusammenstöße mit Wildschweinen hat auf deutschen Straßen deutlich zugenommen. Wie der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) kürzlich mitteilte, stieg in der Jagdsaison 2007/2008 die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Wildschweine auf rund 23.500. Das war ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor.

Dank Maisanbau mehr Wildtiere
Wildschweine haben sich nach Angaben des Verbandes in den vergangenen Jahrzehnten stark vermehrt. Sie profitierten auch davon, dass sich die Anbaufläche von Mais in den vergangenen 30 Jahren nahezu verdreifacht hat. Nach der Maisernte im Herbst suchen sich die Rotten dann neue Lebensräume und legten dabei große Strecken zurück.

Der DJV empfiehlt deshalb, entlang von Maisfeldern, aber auch am Übergang von Wald und Wiese besonders vorsichtig zu fahren. Wer etwa mit Tempo 60 statt 80 fährt, verkürze den Bremsweg um mehr als 30 Meter. Verschärft wird das Wildunfallrisiko durch die Zeitumstellung. Weil die Uhr...


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