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BDI contra BDA

  • Von Jürgen Elsässer
  • Lesedauer: 1 Min.

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Die Kapitalistenverbände sind uneins. Am Dienstag stellte sich Werner Schnappauf, Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), vor die Presse und klagte die »zurückhaltende Kreditvergabe« der Banken an, warnte sogar vor einer drohenden »Kreditklemme« insbesondere für den Mittelstand. Am selben Tag hielt Dieter Hundt, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), die Bundesregierung zu Ausgabendisziplin an. Ein Abrücken vom strikten Sparkurs dürfe es nicht geben, Konjunkturprogramme hin oder her.

Ja was denn nun? Wenn die Betriebe kein Geld von den Banken mehr bekommen, muss doch der Staat einspringen. Hundt wird seine Meinung nolens volens ändern müssen. Seine Hoffnung – und die der Regierung –, die Finanzinstitute würden die Hilfsmilliarden aus Steuergeldern zur Kreditvergabe verwenden, war von vornherein auf Sand gebaut. Die Bankster nutzen den warmen Geldsegen zum Stopfen ihrer Bilanzlöcher, die Realwirtschaft hat nichts davon.

Mit Fortdauern der Krise wird der Widerspruch zwischen Industrie– und Finanzkapital schärfer werden. Der Druck auf den Staat, das Casino endlich zu schließen und selbst den Bankensektor zu kontrollieren, könnte auch von klugen Unternehmern wie Schnappauf kommen. Ein Kampf zwischen der produzierenden und der spekulierenden Fraktion der herrschenden Klasse würde die Republik tiefgreifend verändern.

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