Die SPD-Rechte ließ nichts anbrennen

Verrat und Intrige kennzeichnen den Alltag im politischen Betrieb

  • Von Pedram Shahyar
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Verrat und Intrige sind keine Ausrutscher im politischen Betrieb. Nein, sie kennzeichnen den Alltag dieser vermachteten Struktur. Permanent geht es darum, sich gegen Konkurrenten durchzusetzen, indem man andere ausschaltet und auch mal in den Rücken sticht. Was die SPD in den letzten Jahren an politischem Verrat und Meuchelmord vorlegte, ist beeindruckend. Ihr rechter Flügel scheint hierin exzellent ausgebildet zu sein.

Zwei Parteivorsitzende binnen zehn Jahren aus dem Amt zu putschen, das verdient doch alle Achtung. Um Oskar Lafontaine kaltzustellen kam sogar eine europaweite Kampagne zustande, in der der rechte Boulevard in England ihn als den gefährlichsten Mann Europas titulierte. Er hatte es gewagt, den Einfluss der Politik auf die europäische Zentralbank zu fordern. Dies war nichts Geringeres als der Sturm auf die Bastille des europäischen Neoliberalismus, die reaktionären Royalisten ließen nicht lange auf sich warten.

Kurt Beck spielte zwar in seiner politischen Potenz in ein bis zwei Ligen unter Lafontaine, hatte aber doch so viel strategischen Verstand, um zu merken, dass langfristig die Tabuisierung der Linkspartei zu nichts führen wird. Also galt es, einen bedächtigen und vorsichtigen Annäherungsprozess zu beginnen. Dieser widersprach aber der Deutung der eigenen Lebensbiografie in der politischen Elite in der SPD. Für sie war die LINKE das...

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