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  • Krankenhäuser rufen den Notstand aus – ein Drittel von ihnen schreibt schwarze Zahlen

Abwärts in die Krise

Georg Baum: Regierung lässt Kliniken im Stich

In einer »aktiven Mittagspause« wollen am heutigen Dienstag Gewerkschafter und Krankenhausmitarbeiter auf ihre Probleme aufmerksam machen. Die Kliniken fühlen sich abgeklemmt vom Geldfluss und fürchten um die Existenz. Das Reformgesetz der Regierung erfüllt ihre Erwartungen nicht. Mit dem Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), dem Diplomvolkswirt Georg Baum (53), sprach Silvia Ottow. Die DKG vertritt die Interessen von über 2000 Kliniken.

ND: Der DGB hält die Gesundheitsversorgung in den deutschen Kliniken nur noch für unzureichend. Wie finden Sie die Versorgung?
Baum: Dass die medizinische Versorgung unzureichend wäre, kann man nicht behaupten, aber sie leidet zunehmend unter den finanziellen Kürzungen. Das macht sich dadurch bemerkbar, dass die Kliniken Personal abbauen mussten. In der Konsequenz spürt der Patient, dass die Zeit für menschliche Zuwendung knapp geworden ist.

Da hat also die Umstellung auf das Fallpauschalensystem nicht genügend Effizienz gebracht?
Das ist richtig. Dieses Fallpauschalensystem bezahlt ja nach Leistung, also haben die Krankenhäuser ein leistungsorientiertes Vergütungssystem eingeführt. Was sie aber nicht haben, ist eine leistungsgerechte Geldeinspeisung.

Die Bundesländer sind ja für die Klinikinvestitionen verantwortlich. Erfüllen sie diese Aufgabe?
Es gibt einen erheblichen Investitionsstau. Wurden im Jahr 1996 in allen Bundesländern umg...


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