Werbung

Maria & Marx

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Welch ein Glück, dass Viktors Großvater seine Hundert-Mark-Scheine nicht umgetauscht hat, damals im Juli 1990. Maria wäre um ein Abenteuer und Wissen ärmer. Ihr Freund Viktor fand den Schatz auf einem Dachboden, in einer Blechdose, und nimmt ihn mit zum »Markttag«, den die beiden zu Füßen von Marx und Engels im Herzen von Berlin abhalten. Viktor wünscht sich Rollerblades. Und Maria ist bereit, dafür sogar eine Kette aus Indien, die ihr die Mutter geschenkt hat, zu versetzen.

»Plötzlich fegt ein Windstoß die Scheine weg ...« Mehrere landen auf dem Denkmal. Maria klettert hinauf, ist verblüfft über die Ähnlichkeit des sitzenden Mannes in Bronze mit jenem auf dem Hunderter und findet sich auf einmal in eine andere Zeit und andere Welt versetzt: ins quirrlige London des 19. Jahrhunderts und in die verqualmte, ärmliche wie unordentliche Wohnung der Marxens. Eine muntere Gesellschaft trifft sie hier an. Das Staunen ist beidseitig. Und Marx fragt Maria über die Zukunft aus.

Den größeren Erkenntnisgewinn hat freilich das Mädchen. Was ist eine Revolution? Was steht im »Kommunistischen Manifest«? Warum hat Marx täglich stundenlang im Lesesaal der British Library gesessen? Wieso gab und gibt es noch Kinderarbeit? Was war die DDR? Und warum – Maria ist wieder zurück in der Gegenwart – schimpft eine ältere Dame einen älteren Herrn »Kommunist«? Warum brüllt dieser »Kapitalistin!« zurück? Das alles erfährt nur der, der dieses vom Karl-Marx-Haus in Trier unterstützte Buch liest. Prädikat: Pädagogisch wertvoll.

Sabine Carbon/Barbara Lücker: Ohne Schein kein Sein. Maria rettet Karl Marx. Illustration Maren Barber. Edition.SABA. 43 S., geb., 17,95 EUR.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!