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Weniger Flüge – doch mehr Risiko

IATA prognostiziert schwierige Zeiten für globalen Luftverkehr

Fluggesellschaften in aller Welt müssen im nächsten Jahr mit Verlusten von 2,5 Milliarden Dollar rechnen. Grund: Erstmals nach dem »Knick 2001« durch die Anschläge in New York und Washington werde der Passagierverkehr zurückgehen, behauptet die International Air Transport Association (IATA) in Genf mit.

Die Luftfahrtbranche stehe weltweit vor ihrer schwierigsten Phase seit 50 Jahren, erklärte IATA-Verbandspräsident Giovanni Bisignani. Lediglich die USA seien vor wachsenden Verlusten geschützt. So positiv das klingt, es beschreibt das Gegenteil. Die US-Gesellschaften haben bereits in diesem Jahr kräftig abgespeckt.

Auch Deutschlands größte Fluggesellschaft Lufthansa bekam im November die Konjunkturflaute zu spüren. Die Anzahl der Passagiere ging konzernweit um 2,3 Prozent auf 5,46 Millionen zurück. Insgesamt schlug das Wachstum des deutschen Luftverkehrs – wider alle positiven Prognosen – in Deutschland nur noch mit einem Plus von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu Buche. Von Juli bis September 2008 kontrollierte die Deutsche Flugsicherung 862 798 Flüge. Die Gesamtzahl der zwischen Januar und September kontrollierten Flüge stieg damit auf 2 425 561 und ist um drei Prozent höher als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres.

Trotz eines Rückgangs von minus zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr steht der Flughafen Frankfurt am Main mit 126 488 Starts und Landungen im dritten Quartal weiter an der Spitze der internationalen Flughäfen, gefolgt von München mit 112 317 Flügen (-0,7 Prozent) und den drei Berliner Flughäfen mit 63 376 Flügen (+4,5 Prozent). Ein besonderes Wachstum bewiesen im dritten Quartal 2008 Leipzig/Halle (+36,1 Prozent), Saarbrücken (+26,5 Prozent) und Erfurt (+11,8 Prozent). Dagegen verzeichnen Köln/Bonn (-4,1 Prozent) und Nürnberg (-4,0 Prozent) einen Rückgang bei den Flugbewegungen.

Obwohl sich der Anstieg der Flugbewegungen nicht wie prog-nostiziert fortsetzte, erhöhte sich das Risiko. Laut einer Studie der TU Braunschweig kommt es im kommerziellen Flugverkehr über Deutschland täglich zu Kollisionswarnungen, ausgelöst durch bordeigene Geräte. In jedem siebten Fall folge die Crew dabei den Ausweichanweisungen des Systems nicht korrekt.

Ein Sprecher der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) warnte vor Panik und bezeichnete die Systeme als »dumm«. Oft gebe es eine Warnmeldung der Bordsysteme, obwohl die Situation zwischen den Besatzungen und der Flugsicherung abgesprochen ist.

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