Manfred Mayer 13.12.2008 / Kultur

Im »Paradies – notgedrungen«

Vor 75 Jahren wurde Sanary sur Mer an der französischen Küste ein Fluchtort für deutsche Emigranten

Die roten Klippen lagen an Thomas Manns täglichem Spazierweg

Wollen Sie nicht herunterkommen? Sie können bequem bei uns wohnen, und Marta wird Sie sachgemäß verpflegen. Zur Zeit ist Heinrich Mann hier, Toller, Kantorowicz, Marcuse, Huxley und sonst allerhand …«. Lion Feuchtwanger lud Brecht nach einem ersten Besuch 1933 Jahr für Jahr wieder ein, ihn in Sanary sur Mer zu besuchen. Feuchtwanger konnte mit einer erlesenen Gesellschaft werben, die sich vor nunmehr 75 Jahren auf der Flucht aus Nazideutschland in Sanary sur Mer, zwischen Marseille und Toulon, eingefunden hatte. Brecht kam gern, wenngleich in seinen Briefen an Helene Weigel Sanary als der »langweilige Ort am Mittelmeer«, aber immerhin »erträglich bis auf die scheußliche Ansichtskartenlandschaft« erscheint.

Wer heute nach Sanary reist, erlebt eine schöne, beschauliche Kleinstadt am Meer, die zu ihrem Glück die Betonier- und Bauwut der sechziger und siebziger Jahre an der Côte d’Azur einigermaßen unbeschadet überstanden hat. D...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: