Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Verwirrte Ärzte und Patienten

Auch Mediziner verstehen statistische Aussagen über Nutzen und Risiken neuer Medikamente oft nur schwer

  • Von Walter Schmidt
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Die Bayer-Aktie schoss am Morgen des 8. Dezember 2008 in die Höhe. Wesentlicher Grund war die Zuversicht der Börsianer, dass der Gerinnungshemmer Xarelto sich für das Pharma-Unternehmen auszahlen wird. Laut Bayer hatten Studien in Kanada ergeben, dass der neue Gerinnungshemmer nach Hüft- oder Kniegelenks-Operationen etwa doppelt so wirksam wie das gängige Mittel Enoxaparin des Konkurrenten Sanofi-Aventis sei.

Doch was schafft Xarelto wirklich? Studienleiter Alexander Turpie von der McMaster University in Hamilton (Ontario) hatte bei insgesamt über 12 700 Patienten ermittelt: Das Risiko, in den ersten Wochen nach dem Einsetzen eines künstlichen Gelenks entweder Blutgerinnsel in den tiefen Beinvenen zu entwickeln, eine nicht-tödliche Lungenembolie zu erleiden oder gar zu sterben, betrug bei einer Therapie mit Enoxaparin etwa ein Prozent. Mit dem Xarelto-Wirkstoff reduzierte sich das Risiko auf ein halbes Prozent. In absoluten Zahlen liest...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.