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Kein Thor-Steinar-Laden im Hundertwasserhaus

Bekleidungsfirma setzt Rechtsstreit fort

Magdeburg (dpa/ND). Im Magdeburger Hundertwasserhaus wird seit Freitag keine Bekleidung der bei Rechtsextremen beliebten Marke Thor Steinar mehr verkauft. Das Geschäft sei aufgrund einer Entscheidung des Oberlandesgerichtes Naumburg (OLG) geräumt worden, teilte der Vermieter, die Gero AG, mit. Das OLG hatte im Oktober entschieden, dass das Geschäft ausziehen muss, weil der Mieter den Vermieter vor dem Einzug 2007 über sein Sortiment arglistig getäuscht habe. Der Ladenbetreiber hatte dagegen beim Bundesgerichtshof Revision eingelegt, über die noch nicht entschieden ist. Das OLG-Urteil war aber vorläufig vollstreckbar, was nun geschah.

Das im Herbst 2005 eröffnete Hundertwasserhaus in Magdeburg gilt als letztes großes Werk des österreichischen Malers und Architekten Friedensreich Hundertwasser (1928-2000). Der Einzug des Bekleidungsgeschäfts im Sommer 2007 hatte für erhebliche Proteste gesorgt. Zwar hatte der Vermieter – eine Firma des katholischen Bistums Magdeburg – den Mietvertrag umgehend gekündigt, der Ladenbetreiber pochte aber auf dessen Einhaltung.

Die in Zeesen in Brandenburg ansässige Bekleidungsfirma Thor Steinar erklärte auf dpa-Anfrage, der Rechtsstreit sei unabhängig vom nun erfolgten Auszug aus dem Hundertwasserhaus noch nicht beendet. Die Revision gegen das OLG-Urteil vor dem Bundesgerichtshof werde weiterverfolgt. Seit Kurzem betreibt das Unternehmen in Magdeburg bereits ein anderes Geschäft.

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