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»Das ist doch nicht mein Kind«

Wenn Jugendliche in die rechte Szene geraten, sind die Mütter und Väter meist machtlos

  • Von Simone Schmollack
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Nicht zum Jugendamt, dachte sie, da gehe ich auf keinen Fall hin. Das war das einzige, was Sabine Friedrich* damals genau wusste. Ansonsten war sie vollkommen ratlos und überfordert von der Situation: Eines Tages stand auch ihr zweiter Sohn mit Springerstiefeln vor ihr. In diesem Moment war der Berlinerin bewusst, dass sie Hilfe braucht. Professionelle Hilfe. Aber wer unterstützt eine Mutter, die sagt: Ich habe zwei Söhne und beide sind in der rechten Szene.

Sabine Friedrich ist eine kleine, schmale, unauffällige Frau Mitte 40. Sie sieht müde aus. Das kann an der Kälte liegen und an der Dunkelheit. Oder daran, dass sie seit zehn Jahren um ihre Söhne kämpft – um Robert*, 24, und um Jakob*, 19. Sie will sie zurückholen aus der rechten Welt, in die die Jungs irgendwie geraten sind, zurück in ihre Welt, die wohlgeordnet und tolerant ist und frei von Ängsten und Gesinnungskrawallen. Sie will ihre Kinder zurückführen in einen ganz norm...


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