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Dopingprobe um Mitternacht

ND-Gespräch mit Maxim Tschudow (Russland)

Mit seinem Erfolg im 10-km-Sprintrennen feierte der Russe MAXIM TSCHUDOW (Foto: dpa) seinen ersten Weltcup-Einzelsieg der Saison. Der 26-jährige Soldat aus Baschkortostan ist dreifacher Weltmeister. Mit zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze bei den WM im Vorjahr war er erfolgreichster Biathlet. In Oberhof sprach JÜRGEN HOLZ mit ihm.

ND: Waren Sie nach der Staffel-Niederlage zwei Tage zuvor mit dem russischen Weltmeister-Quartett nun für den Einzellauf besonders motiviert?
TSCHUDOW: Die Niederlage, die uns die Österreicher bereiteten, ist ja keine Schande gewesen. Denn es ist ja noch ein bisschen hin bis zu den Weltmeisterschaften Mitte Februar in Südkorea. Aber natürlich wollte ich im Sprintrennen unbedingt ganz weit vorne sein. Mit null Fehlern im Schießen war ich auch besonders zufrieden.

Aber so ein richtig strahlendes Gesicht zeigen Sie nicht. Warum?
Eine Dopingprobe um Mitternacht ist doch unmöglich. Darüber ärgere ich mich noch immer.

Schildern Sie mal.
Ich wurde gegen 23.45 Uhr aus dem Bett geholt und musste zur Dopingprobe, die die IBU veranlasst hat. Erst gegen zwei Uhr nachts war ich wieder im Bett. So etwas ist doch ein Unding vor einem Wettkampftag.

Haben Sie kein Verständnis für die Internationale Biathlon-Union im härteren Kampf gegen Doping, noch dazu nach dem Vorfall mit dem überhöhten Hämonglobinwert Ihres Landsmannes Iwan Tscheresow, der in Oberhof kontrolliert und mit einer fünftägigen Schutzsperre belegt wurde?
Ich bin nicht gegen Dopingkontrollen, aber gegen den Zeitpunkt, wann sie gemacht werden.

Wie sehen Ihre Pläne für die WM in Südkorea aus?
Ich will mich da auf eine feste Prognose nicht festlegen. Die Strecken dort sind unheimlich anspruchsvoll. Als Titelverteidiger im Sprint und mit der Staffel will ich nach Möglichkeit wieder auf dem Treppchen stehen.

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