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Weiter Verwirrspiel im Gaskonflikt

EU-Ratspräsident Topolanek vermittelte in Kiew / Ukraine will keine Marktpreise bezahlen

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Im russisch-ukrainischen Gasstreit sieht die Europäische Union nach der Unterzeichnung eines Dokuments über die geplante Beobachtermission alle Voraussetzungen für erneute Erdgaslieferungen erfüllt. In trockenen Tüchern aber war die Vereinbarung auch gestern nachmittag noch nicht.

Die Szene könnte aus einer Hollywood-Seifenoper stammen: Ein in Ehren ergrauter Herr raunt dicht am Ohr einer vielsagend lächelnden Schönen beschwörende Worte. Die Schöne ist die ukrainische Regierungschefin, Julia Timoschenko, in der Rolle des Biestes Mirek Topolanek zu bewundern: Der Premier Tschechiens, das gegenwärtig den EU-Vorsitz inne hat. Im Auftrag der EU verhandelte der Tscheche denn auch am Samstag zunächst in Kiew über die Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen an Europa über die Ukraine. Am gleichen Tag flog er nach Moskau und konferierte dort mit Premier Wladimir Putin, unmittelbar danach jettete er erneut nach Kiew. Geschafft, verkündete Topolanek auf der anschließenden Pressekonferenz. Die Ukraine habe alle von Russland gestellten Bedingungen erfüllt. Europa könne bereits im Laufe der nächsten 36 Stunden mit Gas beliefert werden.

Die Entwarnung war womöglich voreilig. Bisher, so ein Gazprom-Sprecher gestern am frühen ...


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