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NPD vor der Zerreißprobe

Herausforderer von Partei-Chef Voigt distanziert sich von militanten Neonazis, ungefährlicher ist sein Parteiprofil deshalb nicht

  • Von Carsten Hübner
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Flügelstreit und Machtkämpfe lähmen die rechtsextreme NPD zu Beginn des Superwahljahres. Nach 13 Jahren droht Parteichef Udo Voigt die Abwahl. Ungewiss ist auch das künftige Verhältnis der Partei zu militanten Neonazis. Der Wechsel an der Spitze der DVU eröffnet neue Optionen für eine vereinigte Rechtspartei.

Für den seit 1996 amtierenden NPD-Vorsitzenden Udo Voigt dürften die zurückliegenden Monate die bittersten seiner braunen Laufbahn gewesen sein. Erst Mitte September 2007 hatte sein langjähriger Freund und Intimus Erwin Kemna eingestanden, als Schatzmeister über Jahre hinweg insgesamt rund 700 000 Euro aus der Parteikasse veruntreut zu haben. Parteiintern machten daraufhin Vorwürfe die Runde, Voigt habe entweder davon gewusst oder aber sei aus purer Kumpanei seiner Kontrollpflicht nicht nachgekommen. Dass er die daraus resultierende Vertrauenskrise auch noch auszusitzen versuchte, brachte das Fass schließlich zum Überlaufen. Gegen Voigts ausdrücklichen Willen entschied der Parteivorstand im November letzten Jahres, baldmöglichst einen außerordentlichen Parteitag zu den Umständen des Finanzskandals einzuberufen, der auch über mögliche personelle Konsequenzen entscheiden soll. Der Stein war ins Rollen gebracht.

Neuausrichtung

Ende Dezember...


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