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Gedächtnis der Stadt konzentriert sich

Stiftung Stadtmuseum will 2009 zehn Ausstellungen realisieren und sich von Häusern trennen

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Das gewundene Treppenhaus des Ephraim-Palais
Das gewundene Treppenhaus des Ephraim-Palais

Die Stiftung Stadtmuseum wird 2009 an ihren verschiedenen Standorten insgesamt zehn Ausstellungen realisieren. Zentrale Projekte werden neben der Wiedereröffnung der momentan sanierten Nikolaikirche zwei große Ausstellungen im Ephraim-Palais sein: »My Berlinczycy« vom 22. März bis zum 14 Juni über polnisches Leben in Berlin sowie »FallMauerFall« vom 6. November bis zum 1. Februar nächsten Jahres – ein Beitrag zum zwanzigjährigen Jubiläum des Falls der Berliner Mauer. Im Märkischen Museum wird ab April die Interims-Dauerausstellung »Hier ist Berlin!« zu sehen sein. Am Freitag zog die Stiftung Bilanz des letzten Jahres und gab Ausblick für 2009.

So wird sie sich räumlich immer mehr auf die Mitte Berlins konzentrieren. Das sogenannte Marinehaus und das gegenüberliegende Märkische Museum am Köllnischen Park werden künftig die zentralen Arbeitsorte der Stiftung bilden, zu der mehrere Museen in Berlin gehören, darunter das Ephraim-Palais oder die Nikolaikirche, die Ende 2009 mit einer neuen Dauerausstellung wiedereröffnet wird. Zugunsten des Marinehauses werden bis 2014 andere Standorte – etwa Schloss Friedrichsfelde oder das Nicolaihaus – aus der Verwaltung der Stiftung entlassen, werden aber auch in Zukunft Raum für Kultur bieten. Das Sportmuseum wird wahrscheinlich von der Senatsinnenverwaltung übernommen, die Domäne Dahlem soll eine private Stiftung werden.

»Die beiden Jubiläumsausstellungen zum 100. Geburtstag des Märkischen Museums im letzten Jahr – ›Gefühlte Geschichte‹ und ›Berlin im Licht‹ – waren Erfolge und konnten die Besucherzahlen des Museums von 30 000 auf 36 000 steigern« so Franziska Nentwig, Generaldirektorin der Stiftung Stadtmuseum am Freitag. Das gleiche gelte für das Ephraim-Palais, das sich mit 34 000 Besuchern um 5000 steigerte.

Nentwig hob auch die 454 begleitenden Veranstaltungen hervor, die im letzten Jahr, neben den Ausstellungen, etwa 18 000 Besucher angelockt hätten. Vor allem die museumspädagogischen Angebote sollen hier ausgebaut werden. »Besonders erfolgreich war unser Lichtlabor zur Ausstellung ›Berlin im Licht‹«, so Claudia Gemmeke, Direktorin der Abteilung Forum. »Darum werden wir in diesem Jahr ein Museumslabor ins Leben rufen. Kinder und Jugendliche können dort unsere Arbeit kennenlernen.« Gemmeke versprach zudem für alle neuen Ausstellungen spezialisierte, thematische und individuelle Führungen, neue Formate, Zugang zu den Depots und Familientage. Für den April kündigte sie die Fachtagung »Die Stadt und ihr Gedächtnis« über die Zukunft der Stadtmuseen an.

Für die Senatskulturverwaltung würdigte Richard Dahlheim die Arbeit der Museen und der Stiftungsdirektorin Nentwig. »Es ist gelungen, Defizite aus der Vergangenheit auszuräumen«, lobte Dahlheim. So sei inzwischen die Zeitgeschichte stärker in den Fokus gerückt.

Im Rahmen des »Jahres der Graphik« werden ab Sommer zwei Ausstellungen im Ephraim-Palais zu sehen sein. Einerseits »Die Sprache der Bilder« über Buchillustrationen, andererseits Emma Stibbons »Stadtlandschaften«.

www.stadtmuseum.de

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