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Fressen und gefressen werden

Die Grüne Woche kann sich den Problemen der globalen Landwirtschaft nicht entziehen

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Durch die riesige Halle 22 zieht der Duft frisch gebratener Würste und mischt sich mit dem unverwechselbaren Aromen von Bier und Wein. Hier präsentiert sich der Freistaat Thüringen mit einer breiten Auswahl an kulinarischen Spezialitäten. Eine Band hält das vorwiegend ältere Publikum mit Volksmusik bei Laune. Überall wohl genährte Menschen, die hierher gekommen sind, um »mal nach Herzenslust zu schlemmen«, wie eine ältere Dame gesteht, während sie ihre Thüringer Rostbratwurst in den Senf tunkt. Deutschland ist und bleibt ein Wurstland. Sogar Joschka Fischer, den ehemaligen Bürgerschreck und Außenminister, beschlich während seiner Gastprofessur in den USA die Sehnsucht »nach dem deutschen Lebensgefühl, nach dem Brot, nach der Wurst«, wie er der »Zeit« in einem Interview anvertraute.

Die Sehnsucht nach der Wurst

Im Jahre 2007 kostete diese Sehnsucht nach der Wurst etwa 53 Millionen Schweine in Deutschland das Leben. Hinzu kamen noch einm...


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