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Verbraucherzentrale: Preisangaben in Reisekatalogen nicht mehr bindend

Mit Werbung und Rabatten will die Reisebranche der Krise zu Leibe rücken. Die Verbraucherzentrale Brandenburg rät zur gründlichen Recherche, um den Sommerurlaub preisbewusst zu buchen, zumal von Katalogpreisen nun abgewichen werden darf. Wer sich auf eine bestimmte Reisezeit festlegen muss, kann jetzt diverse Frühbucherrabatte und All-inclusive-Angebote nutzen – wer dagegen flexibel ist, kann noch warten und auf Preissenkungen hoffen.

Die Reisebranche meldet derzeit nur mäßige Buchungen für den Sommer, weil viele Deutsche noch abwarten. Aus der Branche ist zu vernehmen: Was bis Ende März 2009 nicht verkauft ist, wird wahrscheinlich günstiger abgegeben werden müssen. »Wer zeitlich flexibel ist, kann mit etwas Geduld mögliche Preissenkungen abwarten«, rät Sabine Fischer-Volk, Reiserechtsexpertin in der Verbraucherzentrale Brandenburg. Familien dagegen, die nur in der Sommerferienzeit verreisen können, sollten schon jetzt diverse Reiseangebote nach Frühbucherrabatten, Kinderermäßigungen, All-inclusive-Angeboten auch mit Kinderbetreuung oder Zug-zum-Flug-Offerten durchforsten.

Ein Blick auf die Preisentwicklung im Urlaubsland lohnt sich ebenfalls, um zusätzliche Ausgaben aus der Reisekasse wie für Ausflüge vor Ort oder auch den Gaststättenbesuch im Blick zu behalten.

Leider eignet sich der traditionelle Reisekatalog nicht mehr für den Preisvergleich, denn seit 1. November 2008 können die dort abgedruckten Preise unter bestimmten Voraussetzungen nachträglich nach oben oder unten geändert werden, so die Information der Verbraucherzentrale.

Ein Grund für eine Preisanpassung nach unten könne beispielsweise sein, dass die Veranstalter wie in der gegenwärtigen Marktsituation mit Hoteliers und Airlines nachverhandeln und preisgünstigere Reisen auf den Markt bringen, um die Nachfrage anzukurbeln. Urlauber sollten daher sowohl im Internet als auch im Reisebüro sorgfältig recherchieren, um ein für sie geeignetes Angebot für ihren Sommerurlaub zu finden.

Nicht vergessen sollten alle Reiseplaner notwendige Reiseversicherungen. Unerlässlich für eine Auslandsreise ist eine Auslandsreisekrankenversicherung, die schon für relativ wenig Geld zu haben ist. Sie trägt zum Beispiel notwendige Kosten eines Rücktransportes aus dem Urlaub, die von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen werden.

Dagegen lohnt sich eine Reiserücktrittskostenversicherung nur für besonders teure und langfristig gebuchte Reisen. Beispielsweise Familien mit oft kränkelnden Kindern, die jetzt schon für den Sommer buchen, sollten diese Versicherung in Erwägung ziehen.

Die Reiseabbruchversicherung kann die Reiserücktrittskostenversicherung ergänzen – ob sie sinnvoll ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Sie bewahrt Reisende vor einem finanziellen Verlust, wenn sie ihre Reise aus einem versicherten Grund vorzeitig beenden müssen. Bricht ein erkrankter Urlauber die Reise ab, erstattet die Reiseabbruchversicherung den Wert des Resturlaubs – wie die nicht mehr genutzten Übernachtungen im Hotel und eventuelle Mehrkosten durch eine unplanmäßige Rückreise, zum Beispiel für einen teureren Rückflug.

Die oft angebotenen Reisepakete lohnen sich dagegen in der Regel nicht. Bei der Auswahl der günstigsten Reiseversicherung helfen die Testergebnisse der Stiftung Warentest, die in der Infothek in jeder Verbraucherberatungsstelle eingesehen werden können.

Internet: www.test.de

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