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Unterpfand

Ein vier Jahre alter Labrador namens »Nero« wurde das Opfer eines Streits zwischen seinem Herrn und der Tierärztin. Nach einer OP hatte der Hundebesitzer die Rechnung nicht beglichen. Um ihn unter Druck zu setzen, behielt die Tierärztin kurzerhand den Hund. Sie werde ihn erst herausrücken, wenn sie das Honorar erhalten habe. Das Herrchen zog vor Gericht und forderte »Nero« zurück. Zu Recht, wie das Amtsgericht Duisburg entschied. Auch wenn der Tierärztin das Honorar zustehe, könne sie daraus kein Zurückbehaltungsrecht an einem Hund ableiten. Das verstoße gegen das Tierschutzgesetz, das Tiere als Mitgeschöpfe des Menschen definiere. Menschen hätten ihr Leben und ihr Wohlbefinden zu schützen. Dass Hunde sprichwörtlich treu und anhänglich seien – d.h. fixiert auf die Person des Halters –, sei allgemein bekannt. Die Trennung könne ihren Charakter negativ beeinflussen und zwar so, dass der Schaden nicht mehr gutzumachen sei. Daher verbiete es sich, einen Hund als Unterpfand zu benutzen.

Urteil des Amtsgerichts Duisburg vom 28. Juli 2008 - 77 C 1709/08

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