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»Revolution, Unabhängigkeit, Sozialismus«

Venezuelas Präsident Chávez zeigt sich nach zehnjähriger Amtszeit in optimistischer Verfassung

Gemeinsam mit befreundeten südamerikanischen Staatschefs hat Venezuelas Präsident Hugo Chávez sein zehnjähriges Amtsjubiläum gefeiert.
Im offenen Wagen durch Caracas: Das Volk feiert seinen Präsidenten.
Im offenen Wagen durch Caracas: Das Volk feiert seinen Präsidenten.

Caracas (AFP/ND). Tausende jubelten dem Linkspolitiker Chávez zu, als dieser am Montag (Ortszeit) mit den Präsidenten Boliviens, Nicaraguas und Honduras' im offenen Wagen durch die Straßen der Hauptstadt Caracas fuhr. Der Präsident hatte seinen Landsleuten zur Feier des Tages frei gegeben. Chávez, der mit einer Verfassungsänderung seine erneute Wiederwahl ermöglichen möchte, fasste seine Politik des vergangenen Jahrzehnts in drei Worten zusammen: »Revolution, Unabhängigkeit und Sozialismus«.

In seiner Rede an der Statue von Simón Bolívar stellte sich Chávez in die Tradition des südamerikanischen Unabhängigkeitskämpfers. Nachdem er eine Nachbildung von Bolívars Schwert erhalten hatte, sagte der Präsident: »Vor zehn Jahren ist dieses Schwert nach fast 200 Jahren wieder aufgetaucht. Vor zehn Jahren ist Bolívar im Volk mit seinem befreienden Schwert zurückgekehrt.« Chávez hatte am 2. Februar 1999 erstmals den Amtseid abgelegt.

Neben Boliviens Präsident Evo Morales, Nicaraguas Staatschef Daniel Ortega und Manuel Zelaya aus Honduras nahmen auch der kubanische Vizepräsident José Ramón Machado und der Ministerpräsident des Karibikstaates Dominica, Roosevelt Skerrit, an der Zeremonie teil. Die politischen Führer hielten im Anschluss an die Feierlichkeiten ein Treffen der Bolivarischen Alternative für unser Amerika (ALBA) ab, die Venezuela und Kuba 2004 als Gegenprojekt zu einer von den USA geplanten amerikaweiten Freihandelszone gegründet hatten.

Chávez hatte Ende 1998 die Präsidentschaftswahlen in Venezuela gewonnen und eine neue Bolivarische Verfassung ausgearbeitet. Seitdem gestaltete der Linkspolitiker Wirtschaft und Gesellschaft in dem südamerikanischen Land mit dem Ziel eines »Sozialismus des 21. Jahrhunderts« grundlegend um. Außenpolitisch hat sich Chávez als scharfer Kritiker der USA positioniert und die Beziehungen seines Landes zu Russland, China und Iran ausgebaut.

Chávez' Präsidentschaft endet bislang endgültig Anfang 2013. In weniger als zwei Wochen sollen die Venezolaner aber in einem Referendum über eine Verfassungsänderung entscheiden, die Chávez und anderen gewählten Volksvertretern beliebig viele Amtszeiten erlaubt. In einem Interview mit dem US-Sender CNN zeigte sich Chávez am Montag zuversichtlich über den Ausgang der Abstimmung am 15. Februar. »Mein Herz und mein politisches Gespür sagen mir, dass wir dieses Referendum gewinnen«, erklärte der Präsident.

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