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Telefonat Lawrow–Clinton

Russland und USA wollen ihre Beziehungen verbessern

Russland und USA haben sich darauf verständigt, die Beziehungen zwischen ihren Ländern zu verbessern.

Moskau/Washington (AFP/dpa/ ND). Der russische Außenminister Sergej Lawrow und seine US-Kollegin Hillary Clinton hätten in einem Telefongespräch das gegenseitige Interesse bekundet, nach dem Antritt der neuen US-Regierung unter Präsident Barack Obama positiv zusammenzuarbeiten, teilte das russische Außenministerium am Dienstag mit. Bei dem Gespräch hätten Lawrow und Clinton unter anderem vereinbart, die Kooperation im Wirtschaftsbereich sowie bei internationalen Fragen wie der Sicherheitslage in Afghanistan zu verstärken.

Die Beziehungen der beiden Länder sind seit dem russischen Militäreinsatz gegen den US-Verbündeten Georgien im vergangenen August äußerst angespannt. Auch der geplante US-Raketenabwehrschild in Mitteleuropa hat die Beziehungen zwischen Moskau und Washington getrübt.

Die erste Auslandsreise von US-Außenministerin Clinton wird derweil nach US-Medienberichten vom Dienstag nicht nach Europa, sondern nach Asien führen. Demnach plant Clinton für Mitte Februar Visiten in Japan, China und Südkorea. Auch weitere Stationen unter anderem in Südostasien seien möglich, zitierte der Sender CNN namentlich nicht genannte Diplomaten. An den Reiseplänen werde noch gearbeitet.

Traditionell besuchen neue US-Außenminister zunächst Europa oder den Nahen Osten. Allerdings waren es zwei Europäer, die Clinton als erste Auslandsgäste nach ihrem Amtsantritt die Aufwartung machten: Sowohl der britische Außenminister David Miliband als auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hielten sich am Dienstag zu Gesprächen mit ihrer neuen Amtskollegin in Washington auf. Zudem hat sich US-Vizepräsident Joseph Biden zur Sicherheitskonferenz in München angesagt, die am Freitag beginnt.

Der bisherige Chefunterhändler der USA für Nordkorea, Christopher Hill, soll Medienberichten zufolge Botschafter in Bagdad werden. Präsident Obama habe den Diplomaten für den Schlüsselposten in der irakischen Hauptstadt ausgewählt, berichteten US-Medien am Dienstag. Eine offizielle Bestätigung stand zunächst aus. Hill hatte zuletzt die US-Delegation für die Sechs-Länder-Gespräche geleitet, in denen eine Lösung für den Atomstreit mit Nordkorea erarbeitet werden sollte. Die »Washington Post« wertete die Personalie als Überraschung, da der Nahe Osten in Hills bisheriger Karriere im auswärtigen Dienst kein Schwerpunkt war. Hill gilt als Spezialist für Ostasien und Europa, er war unter anderem US-Botschafter in Südkorea, Polen und Mazedonien.

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