Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

»Sogar rückwärts zur Bestzeit«

Alpine Ski-WM: Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn siegt im Super-G / Maria Riesch Achte

  • Von Thomas Häberlein
  • Lesedauer: 2 Min.
Wenn Augen nur ein Ziel kennen: Siegerin Lindsey Vonn
Wenn Augen nur ein Ziel kennen: Siegerin Lindsey Vonn

Erstes Rennen, erste Enttäuschung: Maria Riesch hat die erhoffte Medaille im Auftaktrennen der 40. alpinen Ski-Weltmeisterschaften klar verpasst. Die Partenkirchnerin fuhr im Super-G, bei dem nicht unerwartet ihre beste Freundin Lindsey Vonn aus den USA das erste Gold ihrer Karriere gewann, um 1,31 Sekunden am Siegertreppchen vorbei und belegte nur Rang acht.

»Rang acht bei einer WM ist nicht besonders glorreich«, sagte Maria Riesch sichtbar deprimiert: »Das ist eine Enttäuschung. Ich hatte mir ausgerechnet, hier vorne mitzufahren.«

Während vor allem Lindsey Vonn mit schier unerschütterlichem Selbstvertrauen den widrigen Bedingungen auf der schwierigen Piste »Rhone-Alpes« trotzte, fuhr Maria Riesch bei miserabler Bodensicht und tückischer Kurssetzung viel zu zaghaft. »Ich habe mir von den Bedingungen vielleicht ein wenig den Schneid abkaufen lassen«, gab sie zu, räumte aber auch ein: »Lindsey hat gezeigt, was möglich ist. Aber die ist in einer so brutalen Topform, die fährt auch rückwärts noch zur Bestzeit.« Die neue Weltmeisterin dagegen versicherte: »Ich habe viel Glück gehabt.«

Lindsey Vonn siegte in 1:20,73 Minuten unerwartet deutlich vor der Französin Marie Marchand-Arvier (0,34 s zurück) sowie der Österreicherin Andrea Fischbacher (0,40), Viktoria Rebensburg (Kreuth) überzeugte als Zehnte.

Nach WM-Silber im Super-G und in der Abfahrt 2007 raste die 24 Jahre alte US-Amerikanerin zum ersten Mal bei einer Großveranstaltung auf Platz eins. »Ich bin total glücklich«, sagte die Gesamtweltcupsiegerin nicht unerwartet, betonte aber auch: »Die Bedingungen waren unvorstellbar.« Zugleich prophezeite sie der besten Freundin: »Maria wird sich in der Abfahrt revanchieren.«

Vor der Abfahrt am Sonntag steht allerdings erst noch die Super-Kombination am Freitag an. Wie im Super-G ist Maria Riesch in dieser Disziplin Weltcup-Siegerin, eine Medaille hat sie im alpinen Zweikampf aus einer Abfahrt sowie einem Slalom-Lauf fest eingeplant. Darauf hoffen sie auch beim Deutschen Skiverband (DSV). »Wir hatten insgeheim schon auf eine Medaille gehofft«, gab Sportdirektor Wolfgang Maier zu, aber fügte sogleich hinzu: »Für uns bricht keine Welt zusammen.«

Im Kampf um die Medaillen hatte nur eine Chance, wer eine Startnummer von 1 bis 15 besaß. Die Top-Fahrerinnen (16 bis 22) fuhren unter noch schlechteren Sichtbedingungen. Die miserable Sicht und die tückische Kurssetzung hatten zur Folge, dass von den ersten 22 Fahrerinnen gleich sieben auf der Strecke blieben, darunter Titelverteidigerin Anja Pärson aus Schweden oder Gina Stechert aus Oberstdorf. sid

Suger-G Frauen: 1. Vonn (USA) 1:20,37 Min., Marchand-Arvier (Fra) 0,34s zur., Fischbacher 0,40, 4. Fenninger (bd. Öst). 1,28,5, Maze (Slow) 1,33, 6. Görgl (Öst) 1,54, 7. Gut (Swz) 1,61, 8. Riesch (Partenkirchen) 1,71, 9. Fanchini (Ita) 2,02, 10. Rebensburg (Kreuth) 2,07.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln