DB – Deutschlands Bespitzlung AG

Man wollte ein »sauberes Unternehmen« ohne Korruption schaffen und versank im Sumpf der Mitarbeiterüberwachung

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Die Führung der Deutsche Bahn AG hat ihre Mitarbeiter bespitzelt. 173 000 Frauen und Männer. Planmäßig. Vorsätzlich. Heimlich. Man war und ist stolz, anderen Konzernen ein Beispiel zu sein. Es gehe nur darum, Korruption zu bekämpfen und den »Abfluss« von Informationen aus dem Konzern zu verhindern. Kein Zweifel: Korruption ist zu verurteilen, der Verrat von Geschäftsgeheimnissen kein Kavaliersdelikt. Doch wie verhältnismäßig ist Mehdorns Rasterfahndung?

Endstation. Manchmal sollte es nicht weitergehen.

»Die internen Untersuchungen in Sachen Network sind abgeschlossen, es bleibt dabei: Es gibt keine konkreten Anhaltspunkte für strafbare Handlungen von Mitarbeitern.« O-Ton: Wolfgang Schaupensteiner am 30. Januar 2009. Da mögen sich die Datenschützer noch so erregen, mehr als eine Ordnungswidrigkeit ist dem Konzern wohl nicht »anzuhängen«. 250 000 Euro Strafbescheid, so sagen Experten, sind drin. Na und?!

Schaupensteiner weiß, wie weit er gehen kann. Er zählt zu den »profiliertesten Kämpfern gegen Korruption in Deutschland«, weshalb ihn die Bahn AG, die derart Lobendes verbreitet, von der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main abgeworben und Mitte 2007 zum Chief Compliance Officer also dem Mehdorn direkt unterstellten Korruptionsbekämpfer, gemacht hat. Wenn Schaupensteiner sagt, die Bahn »hat nie etwas verborgen, nie etwas verschwiegen, auch nicht in diesem Zusammenhang«, dann ist das zwar nicht die ganze Wahrheit, doch auch nicht komp...

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