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Gerade noch hat man mit dem Kameraden zollfreie Bierbüchsen geleert, nun fliegt er heim. Im Bodybag. Zu deutsch: Leichensack. Oder man ist eingeteilt zur Stadt-Patrouille. An einer belebten Ecke, vielleicht am Markt, sprengt sich ein Attentäter in die Luft. Zurück bleiben Blut, der Geruch verbrannten Fleisches, abgerissene menschliche Glieder. Kinder sterben, die mehr als alle anderen unschuldig sind am Zustand dieser Welt.

Man kann vieles verdrängen, doch solche Bilder holen jeden, der sie sehen musste, ein. Plötzlich, wenn man beim Friseur sitzt oder auf einer Willkommensparty, nachdem die Zeit in Afghanistan vorbei ist. Immer mehr zumeist junge Deutsche müssen mit diesen Bildern leben. Weiterleben in ihren Familien, mit ihren Kindern. So wie Briten, Amerikaner, Kanadier ...

Man hat sie ausgeschickt, um Frieden und Freiheit aufzubauen. Diesem Ziel – versüßt durch mehr Sold – haben sie sich verschrieben. Ungeachtet der Gefahren, die sie erwarten. Doch je länger sie im Einsatzland sind, umso weniger können sie den Weg zu Frieden und Freiheit erkennen, den Politiker daheim beschreiben. Welch Zynismus, wenn Verteidigungsminister Jung den so Traumatisierten rät, ganz schnell zum Arzt zu gehen.

Es mag Zeiten gegeben haben, da ließ sich Frieden nur durch Töten wieder herstellen. Diese Zeiten sind vorbei. Die Menschen, die das Leiden heute hautnah erfahren, sind allein gelassen.

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