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Friedhof als »ein lebendiger Ort«

Der Südwestkirchhof Stahnsdorf wird 100 Jahre alt / Hier liegen viele Prominente begraben

  • Von Imke Hendrich
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Das von Max Taut gestaltete Grabmal für den Kaufmann Julius Wissinger

Ein unscheinbarer Grabhügel, Efeu umrankt, davor ein kleiner Stein mit einer »1«. Hier begann vor genau 100 Jahren die Geschichte des alten Prominenten-Friedhofs. Die Lehrerin Elisabeth Wenzlewski war am 8. April 1909 die erste, die auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf ihre letzte Ruhestätte fand. Die evangelische Kirche hatte wenige Jahre zuvor 160 Hektar Wald vor den Toren Berlins erworben. Wandelt man heute durch den Landschaftspark, trifft man unvermutet hinter einem Baum oder von Hecken umgeben auf pompöse Mausoleen oder auf schlichte Stelen. Sie erinnern an Persönlichkeiten wie Werner von Siemens, Engelbert Humperdinck oder Friedrich-Wilhelm Murnau.

Das Besondere an dem Areal, wo auf heute 206 Hektar 120 000 Menschen beerdigt sind, umreißt Friedhofsverwalter Olaf Ihlefeldt mit einem Satz: »Dies ist ein lebendiger Friedhof.« Was er damit meint? »Die Gräber sind in den Wald integriert, der Tod drängt sich hier nicht auf.« Hier leben s...


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