Anna Maldini, Rom 11.02.2009 / Ausland

»Mit Illegalen muss man böse sein«

In Italien grassiert der Rassismus: Ausländer gelten als Sicherheitsrisiko

Die Apenninhalbinsel ist zu einer Hochburg des Rassismus geworden – in der Bevölkerung, in der Gesetzgebung, in den Institutionen.

Navtej Singh Sidho ist 35 Jahre alt und kommt aus Indien. Er ist seit ein paar Jahren in Italien, wo er sich als Maurer durchschlägt. Jetzt lebt er in Nettuno, einem kleinen Städtchen vor den Toren Roms.

Am Abend des 1. Februar legt sich der obdachlose Inder mit einer Decke auf eine der Steinbänke des kleinen Bahnhofs von Nettuno. Mitten in der Nacht kommen drei junge Männer vorbei; erst verprügeln sie den Fremden, dann holen sie sich irgendwo eine Farbdose und eine Flasche Benzin. Sie sprühen dem Wehrlosen Farbe ins Gesicht, kippen das Benzin über seine Beine, dann zünden sie ihn an.

Seit jener Nacht schwebt Navtej Singh Sidho in Lebensgefahr. Er hat schwere Verbrennungen an über 40 Prozent des Körpers. Man hat ihn ins künstliche Koma versetzt, weil die Schmerzen unerträglich sind; ob er durchkommen wird, ist noch nicht klar.

Am nächsten Tag tritt Innenminister Roberto Maroni vor die Presse. Er verurteilt das, was geschehen ist, meint...

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