Illegalisiert, aber nicht rechtlos

Neue Beratung in Berlin

  • Von Tim Zülch
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Gewerkschaften engagieren sich mittlerweile für die Belange illegalisierter Arbeiter. Ab März wird es bei ver.di Berlin regelmäßige Beratungen geben. Ein Weg, der nicht immer einfach war.

Ana S. kam als Hausarbeiterin einer wohlhabenden Familie von Peru nach Hamburg. Sie geriet immer mehr in Abhängigkeit, arbeitete quasi 24 Stunden im Haushalt und kümmerte sich um die Kinder. Ihren Lohn verwahrte der Arbeitgeber für sie.

Was sich hinter den Mauern meist reicher Haushalte abspielt, wird nur durch Einzelfälle bekannt. Welchen Umfang die informelle Hausarbeit hat, weiß keiner. Emilija Mitrovic vom »AK undokumentierte Arbeit« bei ver.di Hamburg nähert sich den Verhältnissen mittels einer Überschlagsrechnung an: Im Jahr 2000 hätten 7,6 Prozent aller Privathaushalte regelmäßig Putz- oder Haushaltshilfen beschäftigt, sagt sie. Das entspreche bundesweit rund drei Millionen Beschäftigungsverhältnissen. A...

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