Nicolaus Schütte 04.03.2009 / Brandenburg

Dem Zeitgeist eine kleben

Street-Art-Künstler »SP38« irritiert mit Mischung aus Graffiti und Kalligrafie

»Es lebe die Krise« plakatiert der Künstler »SP38«

Banken gehen pleite, der Mittelstand verliert sein Vermögen, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit sind die Folgen. »Vive la Crise« (»Es lebe die Krise«) plakatiert ein Straßenkünstler gegen den Zeitgeist. Sein Name »SP38« ist eine Anspielung auf ein gleichnamiges Waffenmodell, das in zahlreichen Comics und Krimis vorkommt. Überall zwischen Alexanderplatz und Invalidenstraße sind seine Botschaften, eine Mischung aus Graffiti und Kalligrafie, zu finden.

Er habe »weder Erwerbseinkommen noch Geld«, was könne ihm da die Krise schaden, so SP38. »Wir müssen nicht depressiv werden.« Wer jetzt schon arm sei, für den würde sich durch die Krise nicht viel verändern. Mit Kleistereimer und Plakaten ausgerüstet, sieht er in seiner schwarzen, mit Farbe befleckten Jacke wie ein Vogelfreier aus – ein Outlaw. Doch aus der Nähe betrachtet, ist er ein etwas schüchterner und dennoch offenherziger Typ.

Anfang der neunziger Jahre hatte er damit begonnen, sein...

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