Werbung greift zur Revolution

Ausstellung in der Galerie Olga Benario zeigt Nutzbarmachung linker Symbolik für Reklame

  • Von Uta Herrmann
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Werbung und Revolution in Wort, Bild und Stoff

Marx, Ché, Lenin, Mao, Tania, Meinhof und sogar Honecker – sie alle sind in der Galerie Olga Benario versammelt, ebenso Losungen wie »Join the Revolution!«, »Viva la Libertad« oder »Radikalisiert das Leben!«. Nein, hier finden keine Demos statt. Hier handelt es sich um kommerzielle Werbung. Schon vor Jahrzehnten hat die Werbeindustrie Symbole des linken und alternativen Protestes für sich entdeckt und nutzbar gemacht. Der Ludwigsburger Kulturwissenschaftler Rudi Maier sammelt »revolutionäre« Werbeanzeigen, archiviert sie in der Mediologischen Vereinigung Ludwigsburg, wo sich derzeit 1800 Print-Anzeigen von 1967 bis heute und etwa 60 TV-Clips befinden. 100 davon zeigt die Ausstellung »So geht Revolution«, mit der die Galerie ihren 25. Geburtstag feiert.

Als am 12. Februar 1984 der Westberliner Verband der Verfolgten des Naziregimes die Galerie als ihren Treffpunkt für Veranstaltungen eröffnete, kamen auch Freunde aus dem Ostteil d...


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