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Irrglaube oder Wunderdroge?

Globalisierung, wie sie bisher praktiziert wird, ist nichts anderes als Kasino-Kapitalismus

  • Von Prof. Gerhard Grote
  • Lesedauer: ca. 8.5 Min.

In dieser Woche treffen sich die Vertreter der Industriestaaten beim G20-Gipfel. In London, einem der Zentren der weltweiten Börsenspekulation, sollen Wege aus der Krise gesucht werden – maßgeblich ausgerechnet von Politikern, die die Krise begünstigt und verursacht haben.

Seit einigen Jahren erzählen uns unsere Politiker, die sogenannten »Wirtschaftsweisen« und andere Ökonomie-Experten immer wieder von den großen Vorzügen der Globalisierung. Für die BRD als »Exportweltmeister« gelte das in besonderem Maße. Auf den Foren in Davos und Belem im Januar dieses Jahres wurden zu diesem Thema sehr unterschiedliche bzw. entgegengesetzte Auffassungen geäußert, und auf dem G7-Gipfel der Finanzminister Mitte Februar wurde vor einem neuen Protektionismus als Gefahr für die Globalisierung gewarnt. Was verbirgt sich hinter diesem Schlagwort, und seit wann existiert dieses Phänomen in der Weltwirtschaft?

Die starke Zunahme der Weltbevölkerung, die Industrialisierung sowie die Entwicklung der Dampfschifffahrt führten seit Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer schnellen Entwicklung des Welthandels. Als Hemmnis erwies sich jedoch das System der Schutzzölle, die eine willkommene Einnahmequelle für die Landesherren waren, vor...


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