Winterflut und Sommerdürre

Wie Berlin den Klimawandel bereits zu spüren bekommt und sich auf ihn einstellt

  • Von Kevin Dürr
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.
Palmen am Monbijoustrand in Mitte geben einen Vorgeschmack auf den Klimawandel.

Steppe in Marienfelde, Dauerhitze im Sommer und faulig stinkende Badeseen könnten die Attraktionen der Hauptstadt im Jahre 2055 sein. Solche Bilder malt eine Studie, die das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zum Klimawandel in Berlin vorstellte. In den nächsten 46 Jahren soll die Temperatur in Berlin um durchschnittlich 2,5 Grad steigen. Tropische Sommer mit Dürreperioden stehen der Hauptstadt bevor.

Kaltluftschneisen gefragt

Hauptproblem des Klimawandels bleiben steigende Temperaturen. Nur eine weniger dichte Bebauung und Kaltluftschneisen könnten die Überhitzung der Stadt im Sommer mindern, sagte Hermann Lotze-Campen vom Potsdamer Institut während der Vorstellung der Klimastudie. Dem wirke aber die städtebauliche Entwicklung Berlins entgegen. Zurückhaltend empfahl Lotze-Campen der Staatssekretärin für Stadtplanung Maria Krautzberger, solche Aspekte bei Bauprojekten mehr zu beachten. Diese kündigte an, der Senat werde di...

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