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Drei tolle Traum-Stunden

Shakespeare-Sonette am Berliner Ensemble: Robert Wilsons Licht-Bilder-Überwältigung

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Da sind also Gedichte. Sie sind von der Übersetzerin Christa Schünke und dem Schauspieler Martin Flörchinger – ja, dem langzeitigen BE-Granden Flörchinger – ins Deutsche übertragen worden. Der Texaner Robert Wilson hat sie in die Sprache seines lichtsinfonischen Theaters übersetzt, und jeder Zuschauer dieses dreistündigen Abends wird die Pflicht haben müssen, die Lust besitzen dürfen, das Gesehene mit den Maßgaben seiner eigenen Fantasie wiederum zu übertragen. Irgendwohin, wo er allein sein möchte mit seinen Gedanken, seinen Deutungen, seinen Assoziationen, seinen Geschichten. Das ist ein Freiheitsfest des Schwirrens, das man im Kopf hat.

Wilson ist Gemütsdiagnostiker, Traumfähigkeitsprüfer, du weißt hinterher um die Größe deines Hallraums für Poesie, weißt um die Weite deines Echoraums für Einflüsterungen des Metaphorischen. Wer Erklärungen verlangt, hat schon verloren; wer Handreichungen möchte, ist am falschen Ort; wer ...


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