Serena Cosi und Markus Plate 05.05.2009 / Ausland

Wenn die Brasilianer kommen ...

Mosambiks Kooperativenwirtschaft droht bei Auslieferung an Spritproduzenten das Aus

Mosambik gilt in Sachen gerechter Landverteilung als positives Beispiel in Afrika. Noch! Denn die Kooperativenwirtschaft, die das sozialistische Mosambik nach seiner Unabhängigkeit gründete, wird seit einigen Jahren in Frage gestellt, auf die Unterstützung der Regierung können die Kleinbauern kaum noch hoffen.

Seit Jahrzehnten wird sie gefordert: Eine umfassende Landreform in den Ländern des Südens, weg von der Latifundienwirtschaft, hin zu einer gerechteren Verteilung des Landes. Die Praxis sah und sieht anders aus: Die »Landreform« der letzten beiden Jahrzehnte ist eine vom »Markt« gesteuerte. Produziert wird, was der Weltmarkt will, nicht unbedingt das, was die Bevölkerung braucht. Mosambik ist da bisher eine Ausnahme.

Chokwue liegt etwa hundert Kilometer nordöstlich der mosambikanischen Hauptstadt Maputo und ist die Hauptstadt der Provinz Gaza. Die Straße von Maputo nach Chokwue ist übersät mit Schlaglöchern. Vier Stunden holpert der alte Linienbus durch die Savanne, vorbei an mit Stroh gedeckten Hütten und Mangobäumen. Mehrmals überquert eine Brücke den Limpopo-Fluss, der frisches Wasser in diese Gegend führt, die ansonsten unter einer fürchterlichen Dürre leidet. Dank des Limpopo konnten die portugiesischen Kolonialherren hier ein Bewä...

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