Schweinegrippen-Panik am Flughafen

200 Air France-Passagiere in Berlin-Tegel durften stundenlang nicht von Bord gehen

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Ein Mexiko-Tourist an Bord einer Air France-Maschine sorgte auf dem Berliner Flughafen Tegel für Wirbel. Weil der Verdacht auf eine Schweinegrippe-Infektion bestand, ließ man die etwa 200 Passagiere mehr als zwei Stunden nicht aus dem Flieger. Da die Quarantänestation in Tegel im letzten Jahr bei einem Brand zerstört wurde, musste der möglicherweise Infizierte im vollbesetzten Flieger bleiben.

Angst vor der Schweinegrippe greift um sich. Erste Fälle sind auch in Deutschland aufgetreten, die teils hysterischen Medienberichte der letzten Tage tragen noch zur Verunsicherung in der Bevölkerung bei.

Wie kopflos auch die deutschen Behörden reagieren können, zeigte sich am Sonntagabend auf dem Berliner Flughafen Tegel. Dort ließ man die rund 200 Passagiere eines Air France-Fluges aus Paris mehr als zwei Stunden nicht aus der Maschine, weil sich unter ihnen ein junger Deutscher befand, der am Vortag Mexiko-City verlassen hatte und über Paris nach Deutschland einreisen wollte. Zwar zeigte der Mann keinerlei Krankheitssymptome, doch die Verantwortlichen des Flughafens reagierten geradezu panisch. Kurz nach der Landung eröffnete man den Passagieren, dass sich unter ihnen ein Mexiko-Tourist befinde, der nun erst einmal auf eine mögliche Grippeerkrankung untersucht werden müsse.

Die meisten Reisenden nahmen es anfangs gelassen und zeigten ...


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