»Black-block-Alarm« in Italien

Noch ist unklar, wie groß die G8-Proteste diesmal werden, die Mobilisierung kommt langsam in Fahrt

  • Von Matthias Monroy
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Nur noch zwei Monate sind es bis zum nächsten G8-Gipfel in Italien. Doch bislang war nicht viel zu hören von geplanten Gegenaktionen, trotz der größten Krise seit Jahrzehnten. Die Verlegung des Regierungstreffens aufs Festland hat die Lage jedoch verändert. In Italien steigt die Proteststimmung.

In zwei Monaten soll der G8-Gipfel in Italien stattfinden. Anders als in früheren Jahren war lange Zeit unklar, ob es überhaupt nennenswerte Proteste geben würde. Die sardische Insel La Maddalena, wo das Treffen vom 8. bis 10. Juli ursprünglich stattfinden sollte, galt als zu abgelegen und abgeriegelt, um massenhaften Protest zu organisieren. Die Linke außerhalb Italiens hatte bislang vergeblich auf Signale gewartet, dass im Land etwas geplant wird. Seit Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi angekündigt hat, den Gipfel aufs Festland zu verlegen, hat sich die Stimmung jedoch schlagartig verändert.

Die Aufrufe zum Protest mehren sich und mit ihnen sogleich die Warnungen vor militanten Aktionen. In italienischen Medien wurde bereits, in Anspielung auf den Widerstand gegen den G8-Gipfel 2001 in Genua, »Black-block-Alarm« ausgelöst.

Bleibt es bei der Verlegung, treffen sich die großen Acht in L'Aquila, mitten im Erdbebengebiet der Abruz...

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