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Solidarität

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Gewerkschafter haben in den letzten Tagen europaweit ein starkes Zeichen gegen drohenden Stellen- und Sozialabbau gesetzt. Beides hat sich im Zeitalter des Neoliberalismus als kapitalistischer Krisenmechanismus etabliert. Und gerade auf betrieblicher Ebene waren geschwächte Gewerkschaften quasi als Co-Manager in die Systemwidersprüche verstrickt. Sozialpläne oder Lohnverzicht, um massenhafte Kündigungen zu verhindern, galten häufig als das Maximum. Beschäftigte verschiedener Standorte eines Konzerns wurden oft gegeneinander ausgespielt.

In den nächsten Wochen und Monaten muss sich beweisen, wie ernst die Solidaritätsbekundungen gemeint sind. In Großbritannien gab es vor Wochen bereits Proteste einheimischer Arbeiter gegen ausländische Niedriglöhner. Wenn man ein Ende des finanzmarktgetriebenen Kapitalismus und einen Neuanfang für die Marktwirtschaft fordert, so macht letzteres auch starke Gewerkschaften mit klaren Strategien notwendig. Die Ausein-andersetzungen über die Zukunft des Autobauers Opel könnten hier zum Lackmustest werden. Ziehen italienische und deutsche Gewerkschaften im Falle einer Übernahme durch Fiat wirklich an einem Strang? Und wird man hierzulande die Schultern zucken, wenn bei einem Sparprogramm vor allem Werke in Belgien, Polen oder Großbritannien getroffen werden? Das Wort »Solidarität« lässt sich bei Reden auf Demonstrationen leicht aussprechen – die Umsetzung ist ungleich schwerer.

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