Benjamin Beutler 19.05.2009 / Wirtschaft und Umwelt

Nationalisierung von Arbeitsplätzen

Migranten verlieren oft als erste ihre Jobs – oder müssen zu noch schlechteren Bedingungen schuften

Die Wirtschaftskrise hat längst auf den globalen Arbeitsmarkt durchgeschlagen. Das Billiglohnheer von Job-Migranten ist vielerorts nicht mehr willkommen und wandert zwangsweise von Kontinent zu Kontinent. Beispiel Spanien.

Wie immer, wenn die Arbeit knapp wird, trifft es zuerst die Schwächsten: Bolivianische Immigranten verlassen das krisengeschüttelte Spanien, polnische Arbeiter machen sich auf den Weg nach Großbritannien, Brasilianer aus Portugal kehren in ihre Heimat zurück, Malaysia schiebt indonesische Gastarbeiter ab und versagt 60 000 Bangladeschern die Einreisevisa. Der wirtschaftliche Boom von 1990 bis 2008 hatte 165 bis 200 Millionen Menschen veranlasst, ihren Heimatländern auf der Suche nach besseren Einkommen und Lebensbedingungen den Rücken zu kehren. Jetzt aber müssen Hunderttausende aus aller Welt erneut auf Reisen gehen. Denn Weltwirtschaftskrise und steigende Massenarbeitslosigkeit treffen die am wenigsten Qualifizierten, Tagelöhner und Schwarzarbeiter ohne Gnade. »Die Krise verursacht, dass viele Einheimische jetzt die Arbeiten übernehmen, die sie vorher nicht machen wollten und von den Immigranten erledigt wurden«, beschreibt Jemini Pandya, Sprecher der »Internationalen Organisation für Migration« (IOM), die von der Krise ausgelöste »Nationalisierung von Arbeitsplätzen«.

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