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Studis wollen Innovation für alle

Eine Berliner Initiative kämpft dafür, dass Forschungsergebnisse armen Ländern zu Gute kommen

  • Von Felix Werdermann
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Es ist schon verrückt: Zu 41 Prozent wird die medizinische Forschung weltweit aus öffentlichen Geldern finanziert. Und doch landen die Ergebnisse oft in den Händen weniger Pharma-Unternehmen, die durch Patente den Preis für Medikamente in die Höhe treiben. Schlechte Aussichten für Menschen in den Entwicklungsländern. Ändern möchte das die neu gegründete Initiative »Innovation für alle« (Infa).

Es gibt viele Bereiche, in denen sich Studierende engagieren: Gegen Studiengebühren, für mehr Mitbestimmung, gegen die Verschulung ihres Studiums. Doch es gibt auch Studentinnen und Studenten, die beschäftigen sich mit Themen, die noch weniger massentauglich sind. Julia Rappenecker gehört zu ihnen. Die 23-jährige Medizin-Studentin an der Charité Berlin ist aktiv in der bundesweiten Initiative »Innovation für alle«, kurz Infa.

Rund 50 Studierende – vor allem aus dem Medizin-Bereich – wollen sich dafür einsetzen, dass die Forschungsergebnisse ihrer Institute nicht bloß dem Profit von Pharma-Unternehmen dienen, sondern auch der Allgemeinheit. Die Universitäten betreiben in Deutschland vor allem Grundlagenforschung, später werden die Ergebnisse oft von der Pharma-Industrie aufgekauft. Die Patente führen dazu, dass Medikamente teurer und für arme Menschen unerschwinglich werden.

Das möchten die Studierenden ändern: Die Unis soll...


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